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„Wilde
Brüder“, ein Film von Nicola Graef über das berüchtigte Künstlerpaar
Jake und Dinos Chapman, die der berühmte Künstler Damian Hirst
Ende der 80er Jahre in der legendär gewordenen Londoner „Freeze“
Ausstellung nach vorne brachte. Damals wurde der Begriff Young
British Artists (YBA)
geprägt, der seitdem weltweit für Furore sorgt. Bekannt
wurden die Chapmans vor allem durch ihre Figuren im
Schaufensterpuppen-Format. Kleine Mädchen mutieren zu
sexualisierten Geschöpfen, denen männliche Genitalien aus dem
Gesicht wachsen. Diese Fratzen kommen aus unserer Welt und sind
doch gleichzeitig allem entrückt. Päderastenphantasien oder die
Kritik an kommerzieller Sexualisierung der Gesellschaft – die
Arbeiten von Jake und Dinos polarisieren, wie alles, was die Brüder
dem Betrachter vorwerfen. Horror und Komik verbinden sich auf eine
groteske Weise. In ihrem Dokumentarfilm geht Nicola Graef der
Frage nach, wie zwei so nette Jungs solche bizarre Szenarien
entwerfen können. Was ist ihre Motivation? Woher rührt das
Interesse an der Auseinandersetzung mit Gewalt und traumatischen
Szenarien? Wie sehen die beiden die Debatte und Entwicklung des
Terrorismus? Wie sehen sie die Welt, in der sie leben?
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